Mehrtagestour zur „Neuen Thüringer Hütte“

11.07.
Mit mehreren Autos fuhren wir von Jena nach Habach (850 m) ins Salzburger Land.Im Hotel „Grundlhof“ bei Bruno Baitz fanden sich Björn Martin, Elisabeth Wackernagel, Gudrun Kutzner, Heidrun Hopfgarten, Herbert Rudolph, Peter Fink, Detlef Biehl, Detlef Klärner, Dieter und Helga Kotschy zu einer gemeinsamen Mittagspause ein. Danach ging es mit dem Smaragd-Express (Nationalparktaxi) ins wildromantische Habachtal bis zum Gh Alpenrose (1400 m).
Neue Thüringer HütteNeue Thüringer Hütte
Hier beginnt nun der Aufstieg (800 Hm, 3 Std.) zur Hütte vorbei an der Moa-Alm durch das langgezogene Habachtal, das Habachkees (Gletscher) immer vor Augen. Es ist schönes Wetter, und die Alpenwiesen werden nach Blumen abgesucht. Nach der Steilstufe, dem Habachfall gegenüber, wird noch einmal gerastet. Nun geht es, das Ziel vor den Augen, zur Neuen Thüringer Hütte (2240 m). Inge, die Hüttenwirtin, begrüßt uns herzlich an der Tür. Ein Zimmer steht auch noch zur Verfügung. Die Männer gehen ins Lager. Das Abendessen schmeckt nach der Anstrengung sehr gut und um 22:00 Uhr war Hüttenruhe angesagt.

12.07.
Heute stand der Larmkogel (3022 m) auf dem Plan. Nach dem Frühstück ging es los. Da die Hütte am Ende des Tales liegt, führt der Weg gleich steil nach oben. Die Jugend und die Senioren laufen wie die Teufel. Der Rest läuft seinen Möglichkeiten entsprechend. Nach 2,5 Std. haben alle die 700 Hm geschafft und sitzen auf der Larmkogelscharte (2934 m). Die Fürther Hütte (2201m) liegt 700 m tiefer im Tal, die weißen 3000er mit dem Großvenediger (3674 m) thronen über dem Habachkees. Es ist ein toller Ausblick. Die noch 80 Hm hinauf auf den Larmkogel sind eine Zugabe. Es ziehen dunkle Wolken aus dem Hollersbachtal auf, und wir steigen ab, um das Geröllfeld im Trockenen noch zu überwinden. Es bleibt aber trocken. Im gemütlichen Abstieg können wir die schönen Alpenblumen sehen. Quer über die Weitenalm statten wir der Ruine der alten Thüringer Hütte einen Besuch ab. Zum Kaffeetrinken sind wir wieder an der Hütte.
Jetzt treffen auch die seit Freitag anwesenden Bergfreunde vom Thüringer Landtag aus Erfurt mit dem heute dazugekommenen Ministerpräsidenten Dieter Althaus und der Landtagspräsidentin Christine Lieberknecht ein. Elisabeth von unserer Gruppe stellte den Kontakt zu Dieter Althaus her und bat ihn, sich zu uns zu setzen. Es entwickelte sich eine nette Unterhaltung. Er war mit Bruno über die Fürther Hütte zur Thüringer Hütte aufgestiegen. Am Abend war Kultur angesagt. Inge hat Anderl mit der Harmonika bestellt. Stefan Herwig stellte uns die einfachste Bergtrompete (Plastikschlauch mit Mundstück und Trichter aus der Küche) vor. Es war ein lustiger Abend in der Thüringer Ecke. Die Bayern tauten etwas später auch noch auf.

13.07.

Um 8:00 Uhr war Frühstück. Björn, Elisabeth und die 4 Schnellläufer (Det & Lef, Peter und Herbert) wollten auf den Blesachkopf (3050 m) ohne Weg und Steg. Die anderen 4 blieben „auf der Ebene “. Wir bummelten zur alten Hütte und liefen weiter bis zum Gletscher, um die Blumenpracht zu bewundern. Heidrun suchte Bergkristalle und berichtete uns einiges Interessantes aus der Kristallzucht. Leider fanden wir nichts. Unsere Bergsteiger kamen ohne Gipfel zurück. Wo vor Jahren ein Schneefeld das Steigen und Queren ermöglichte, ist heute nur noch das Blankeis übergeblieben und ohne Steigeisen geht da gar nichts mehr. Aber das Wetter hat es mit allen gut gemeint. Durch das alte Zeiss-Teleskop sahen wir den Rest der Gruppe hoch oben beim Rasten und auf dem Gegenhang ein Rudel Hirsche. Nach dem Abendessen warten wir auf den Vollmond, der aber wurde trotzdem aus dem Zimmer gesperrt.
Der Vorhang beschloss das Schauspiel, denn um 5:45 Uhr war Wecken.

14.07.

Um 7:00 Uhr ging es los zum Abstieg über die Noitroi. Nach dem herzlichen Verabschieden ging es durch die Blumenwiesen in Serpentinen bergab. Herbert kennt fast alle Blumen, er war unser botanischer Führer. Das letzte Drittel verlangt vollste Konzentration auf den Weg. Nach 75 Min. sind wir im Grund des Habachtales. Nach dem Käsekauf in der Moa-Alm war es nicht mehr weit bis zum Gh Alpenrose. Hier waren die Edelsteinspechte wieder in Aktion. Das Taxi brachte uns aus dem Tal wieder nach Habach. Nach einer staufreien Fahrt erreichten alle wieder Jena & Eisenberg.

Es waren schöne Tage. Ein Dank an Björn für die Organisation und 2004 solles wieder eine Fahrt geben.